WebP Bilder ohne Plugin in WordPress zulassen und verarbeiten

Um WebP-Grafikdateien in WordPress zuzulassen, benötigt es kein Plugin – Symbolbild: Collage aus pixabay-Bildern CC0

Beim Versuch, WebP-Dateien in WordPress hochzuladen, erscheint grundsätzlich die Fehlermeldung: „Dieser Dateityp ist aus Sicherheitsgründen leider nicht erlaubt.“ Dabei wird das Dateiformat doch so groß angepriesen und soll eine deutlich bessere Performance aufweisen als zum Beispiel Bilder im JPG-Format. Das stimmt auch. Aber viele greifen zu Plugins, damit WordPress das WebP-Bildformat erkennen und verarbeiten kann. Das muss nicht sein. Ein Code erfüllt denselben Zweck.

Wer wie ich mit WordPress(.org) arbeitet und viele Bilder auf der Website veröffentlichen will, wird sich früher oder später mit dem Thema Bildoptimierung auseinandersetzen müssen. Denn massig Bilder oder gar Bilder von professionellen Kameras im Original hochzuladen, geht zulasten des Webspace (der Speicherplatz des Webhostingpakets wird schnell aufgebraucht) und verlangsamt die Website deutlich.

Das WebP-Grafikformat von Google kann da Abhilfe schaffen. Im Vergleich zu JPG oder PNG können WebP-Bilder praktisch verlustfrei komprimiert werden. Außerdem weist WebP eine deutlich geringere Dateigröße auf. Und je geringer die Dateigröße, desto weniger Webspace wird verbraucht, desto schneller lädt die Website.

Da das JPG-Format sich über die Jahrzehnte durchgesetzt hat und die meisten Digitalkameras das Format ausgeben, wurde WebP nur schleppend bekannt. Auch meine Websites enthalten noch überwiegend JPG-Bilder. Aber ich habe WebP ausprobiert und bin begeistert. In einem meiner OctoberNews-Berichte können Sie sich das Ergebnis anschauen, die Bildergalerie ganz unten in dem Bericht besteht aus WebP-Bildern. Aber: Bevor ich das erste Bild im WebP-Format auf meine Website hochladen konnte, musste ich die oben genannte WordPress-Fehlermeldung loswerden. Also habe ich recherchiert.

Auf der Suche nach einer geeigneten Lösung trifft man im Internet meist auf sogenannte „Image Optimizer“ – WordPress-Plugins, die praktisch alle Bilder automatisch optimieren, komprimieren oder wie auch immer. Viel wichtiger finde ich aber die Hinweise zahlreicher Webmaster, dass Plugins an sich die Website verlangsamen können. Je mehr Plugins, desto langsamer lädt die Website. 

Warum also ein weiteres Plugin installieren, dass die Performance der Website unnötig belastet, wenn ich im gleichen Zuge mit dem WebP-Bilderformat die Ladezeit verringern möchte? Das ergibt keinen Sinn. Doch hier kommt die Lösung:

Code statt Plugin

Nach Stunden im Netz fand ich einen Code (Quelle ist mir leider entwichen), der einfach in die functions.php des Child-Themes eingefügt wird, und schon funktioniert es mit dem Hochladen und Erkennen von WebP-Dateien in WordPress:

//** *Enable upload for webp image files.*/
function webp_upload_mimes($existing_mimes) {
$existing_mimes['webp'] = 'image/webp';
return $existing_mimes;
}
add_filter('mime_types', 'webp_upload_mimes');

//** * Enable preview / thumbnail for webp image files.*/
function webp_is_displayable($result, $path) {
if ($result === false) {
$displayable_image_types = array( IMAGETYPE_WEBP );
$info = @getimagesize( $path );

if (empty($info)) {
$result = false;
} elseif (!in_array($info[2], $displayable_image_types)) {
$result = false;
} else {
$result = true;
}
}

return $result;
}
add_filter('file_is_displayable_image', 'webp_is_displayable', 10, 2);

Weitere Probleme mit WebP

Die Fehlermeldung von WordPress ist mit dem obigen Code verschwunden, die WebP-Dateien lassen sich hochladen, anschauen und verarbeiten. Allerdings können weitere Probleme auftauchen:

  • Manche Galerie-Plugins können WebP nicht verarbeiten (z.B. die Free-Version von „PhotoBlocks“ – beim kostenpflichtigen „Unite Gallery – WordPress Gallery Plugin“ funktioniert es hingegen). Hier muss man schauen, welches Galerie-Plugin geeignet ist.
  • Manche Browser können WebP nicht darstellen. Da ein Großteil der User auf Chrome basierende Browser nutzt, dürfte das nicht weiter problematisch sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte einfach die Darstellung in verschiedenen Browsern prüfen.

Weitere Probleme mit WebP sind mir bisher nicht bekannt. Daher werde ich künftig alle Bildergalerien auf WebP umstellen.

Von JPG in WebP umwandeln und bearbeiten

Wer JPG-Dateien ins WebP-Format umwandeln möchte, dem empfehle ich das (für Privatnutzer, gemeinnützige Organisationen und pädagogische Zwecke kostenfreie) Programm „XnConvert“, das man sich hier downloaden kann. Die erweiterte Version „XnViewMP“ bietet noch mehr Möglichkeiten, zum Beispiel die Bearbeitung von WebP-Dateien. Die Konvertierung ins WebP-Format geht aber auch online, zum Beispiel auf der Webseite von EZGIF oder Convertio. Selbstverständlich gibt es noch andere Anbieter, einfach „JPG to WebP“ in die Suchmaschine eingeben und man wird fündig.


Hinweis: Die oben genannten Tipps richten sich – wie bisher – an erfahrene WordPress.org-Nutzer (nicht: WordPress.com). Wer mehr über WebP und Bildoptimierung erfahren möchte, möge bitte im Internet recherchieren. Ich veröffentliche hier lediglich meine eigene Erfahrung. Daher sind alle Angaben ohne Gewähr.

Brauchen Sie Hilfe?

Gern unterstütze ich Sie auf dem Weg der Aktualisierung Ihrer WordPress.org-Website.

Kontaktieren Sie mich!